Polier Tagebuch

Kommunikation zwischen Baustelle und Büro verbessern mit einem Bauprogramm

Kommunikation zwischen Baustelle und Büro verbessern mit einem Bauprogramm
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Sonntagabend am Küchentisch im Schwarzwald, das Feierabendbier ist fast leer, aber wisst ihr, was das Beste ist? Früher hätte jetzt erst die richtige Plackerei angefangen. Ich hätte die zerknitterten Zetteln aus meiner Hosentasche gefischt, versucht, meine eigene Klaue zu entziffern und das Ganze irgendwie in eine Excel-Tabelle gewurschtelt, damit die Damen im Büro am Montagmorgen nicht wieder die Krise kriegen. Heute reicht ein Klick auf meinem Tablet.

Bevor ich euch erzähle, wie ich das Chaos besiegt habe, ein kurzer Hinweis: In meinen Texten tauchen ab und zu Links zu Software auf, die ich selbst auf meinen Baustellen getestet habe. Wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine Provision – für dich kostet es keinen Cent mehr. Ich empfehle hier nur, was ich auch wirklich selbst in den Fingern hatte.

Das alte Elend mit den verlegten Aufmaß-Zetteln

Kennt ihr das? Man steht den ganzen Tag draußen, es regnet vielleicht noch ein bisschen seitlich unter den Helm, und man schreibt sich schnell die Maße für das Fundament auf einen Bierdeckel oder die Rückseite von einem Lieferschein. Ende August letztes Jahr war so ein Moment. Wir hatten eine knifflige Schalung, und ich hab die Maße händisch notiert. Montags im Büro hieß es dann: 'Wo sind die Daten für die Abrechnung?' Und ich? Ich hab gesucht wie ein Verrückter. Der Zettel war weg, wahrscheinlich im Matsch gelandet oder beim Waschen der Arbeitshose aufgelöst.

Dieses ewige Hin und Her hat jedes Mal für dicke Luft gesorgt. Meine drei Mitarbeiter haben zwar geschuftet wie die Brunnenputzer, aber die Dokumentation war unser Genickbruch. Ohne ordentliches Bautagebuch stehst du bei VOB/B § 15 ganz schnell im Regen, wenn es um die Abrechnung von Stundenlohnarbeiten geht. Ich wusste, ich muss was ändern, bevor mir die Zettelwirtschaft über den Kopf wächst.

Nahaufnahme einer Hand, die ein digitales Bautagebuch auf einem Tablet bedient.

Aller Anfang ist... mühsam

Also hab ich mir das Bauprogramm geschnappt. Ich sag's euch ganz ehrlich: Die ersten 14 Tage waren kein Zuckerschlecken. Ich saß abends da und hätte das Tablet am liebsten gegen die Wand gepfeffert. Jeder Klick war neu, die Menüs haben mich genervt, und ich dachte: 'In der Zeit hätte ich drei Kellerwände gemauert.' Es ist eine Umstellung, wenn man 25 Jahre lang nur den Bleistift gewohnt war.

Man muss sich erst mal daran gewöhnen, dass die Daten sofort im Büro landen. Da gibt es kein 'Hab ich vergessen' mehr. Aber genau das ist der Punkt. Nach den ersten zwei Wochen hab ich gemerkt, dass ich abends tatsächlich früher fertig war. Ich musste nicht mehr überlegen, was wir am Dienstag vor drei Tagen gemacht haben – es stand ja schon alles drin, inklusive der Fotos vom Bewehrungsstahl nach DIN 1045.

Warum zu viel Kontrolle den Bau aufhält

Jetzt kommt aber der Knackpunkt, den viele Software-Verkäufer nicht verstehen. Wenn man versucht, ein striktes Bauprogramm zwischen Büro und Baustelle mit Gewalt zu erzwingen, geht der Schuss nach hinten los. Ich hab das bei einem Kollegen gesehen: Der wollte jeden Handschlag seiner Jungs in Echtzeit sehen. Das Ende vom Lied? Die Poliere haben mehr Zeit mit dem Tippen verbracht als mit dem Bauen. Sie haben nur noch für das System gearbeitet, damit die Ampel im Büro auf Grün steht, während draußen der Betonmischer gewartet hat.

Ein Bauprogramm muss uns unterstützen, nicht gängeln. Ich nutze es heute so, dass ich die wichtigsten Dinge direkt erfasse, aber ich zwinge meine Jungs nicht, jede Schraube zu dokumentieren. Wir wollen ja fertig werden. Transparenz ist gut, aber sie darf den Fortschritt nicht fressen. Wenn die Kommunikation zu starr wird, fangen die Leute an zu schummeln, nur damit die App Ruhe gibt. Das bringt keinem was.

Ein Tablet mit Bauprogramm liegt auf Holzplanken auf einer Baustelle.

Der Moment, als der Schorsch zum Digital-Fan wurde

Einer meiner Mitarbeiter – der Schorsch, ein Maurer vom alten Schlag, der sonst nur mit dem Fäustel und der Wasserwaage redet – war am Anfang total dagegen. 'Brauchen wir nicht, haben wir nie so gemacht', hieß es immer. Während der Frostperiode im Februar hatten wir eine Baustelle, wo es echt auf die Details ankam. Ich war gerade auf einer anderen Baustelle unterwegs, als mein Handy 'Pling' machte.

Schorsch hatte mir das erste Mal ein sauberes Foto vom Fundament direkt über die App geschickt, mit einer kurzen Notiz dazu. In dem Moment hab ich gemerkt: Es läuft. Er musste mich nicht anrufen, ich musste nicht hinfahren. Ich konnte das Foto direkt für das digitale Aufmaß freigeben. Da hab ich tief ausgeatmet, meine Schultern haben sich entspannt, und ich wusste: Die Investition hat sich gelohnt. Wenn selbst der Schorsch das Ding nutzt, dann ist es baustellentauglich.

Wir nutzen das Tool jetzt auch für andere Dinge. Schau dir mal an, wie ich Materialbestellungen auf der Baustelle abwickle oder wie die Jungs ihre Stundenzettel digital erfassen. Das spart uns pro Woche sicher fünf Stunden reine Schreibarbeit.

Das Gefühl von staubigen Fingern auf glattem Glas

Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man mit staubigen Fingerkuppen auf dem kalten, glatten Glas des Tablets herumtippt, während im Hintergrund der Mischer gewaschen wird. Man sieht den Kontrast zwischen dem harten Handwerk und der sauberen digitalen Welt. Aber genau diese Kombination macht uns heute effizienter. Wenn ich die Datenübertragung abschließe und dieses 'Pling' höre, weiß ich, dass der Papierstapel im Büro heute nicht wächst.

Früher hab ich sonntags oft noch gegrübelt: 'Haben wir das Material für Montag bestellt? Sind die Regiestunden vom Donnerstag unterschrieben?' Heute schaue ich kurz in mein Bauprogramm und sehe sofort, was Sache ist. Das gibt mir eine Ruhe, die ich früher nicht hatte. Ich kann mein Bier genießen, ohne dass im Hinterkopf die Zettelwirtschaft rattert.

Bürocontainer auf der Baustelle mit Tablet und Bauplänen.

Fazit: Weniger Tippen, mehr Bauen

Die Kommunikation zwischen Baustelle und Büro ist bei uns heute so gut wie nie zuvor. Nicht, weil wir mehr reden, sondern weil die Informationen dort landen, wo sie hingehören, ohne dass sie dreimal angefasst werden müssen. Das digitale Aufmaß rettet mir den Sonntagabend, und die Damen im Büro sind auch viel entspannter, weil sie nicht mehr meine Hieroglyphen entziffern müssen.

Wenn du auch überlegst, dein Klemmbrett in Rente zu schicken: Probier es aus. Sei aber geduldig mit dir und deinen Jungs. Die ersten 14 Tage sind hart, aber danach willst du nicht mehr zurück. Schau dir das Tool ruhig mal an – mir hat das Bauprogramm echt den Arsch gerettet, was die Ordnung angeht. Und falls du noch mehr wissen willst, lies dir auch meinen Bericht darüber durch, wie man ein rechtssicheres Bautagebuch führt. Es lohnt sich, gerade wenn es mal Streit um die Kohle gibt.

So, das Bier ist leer. Morgen früh um sechs geht's wieder los – aber diesmal ohne Zettelchaos im Handschuhfach. Man sieht sich auf der Baustelle!

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